Westwindwetter. In heftigen Böen treibt es die Wolkenmassen über die Gletscherberge, drückt sie tief hinunter. Sie fahren als sausender Nebel herein, ballen sich schwarz zusammen, werden vom Wind zerfetzt und aufgerissen. Der Sturm peitscht den Regen fast waagrecht, Schauer prasseln herunter, flüchtiges Sonnenlicht streift über das Wasser. Im Virihávrre wechseln die Farben in Schichten und Streifen, gletschergrün, bleigrau und blaugrau, hell aufstrahlendes Grüngelb. Windzerpeitschte Wellen fahren darüber, vom Horizont im Westen bleibt nur ein sich verdichtendes Grau. Das Wasser, in Aufruhr, zerfließt darin.
Im Osten liegt das Hochland im Nebel versunken. Grün-dunkle Massen ansteigender Hänge führen ins diesige Nichts.
Am Strand blühen im sandigen Boden rosarot-weiß, silbergrau, sammetweich Katzenpfötchen.
...
(Bergtundra, S. 79)
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