13.8.07

Aktse, 10 März

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Auf der freien Fläche des Deltas steht der N/W-Wind mit unverminderter Kraft, peitscht den Schnee auf, reißt ihn davon.

Weiße Fontänen aus Schnee leuchten in flüchtiger Sonne auf, wandern über den Grund, fauchen weiß hoch hinauf, umschließen einen, ziehen sirrend und huschend weiter davon.

Man geht mit dem Sturm, wird von ihm getrieben, dreht sich ein wenig zur Seite, will gegen die Strömung, wankt in jäh verstärkten Böen, kämpft sich gegen unstet-beständigen Druck voran, rutscht auf den Hügeln nach hinten.

Es dröhnt in den Ohren, die Welt um einen verschwimmt. In jede Ritze der Kleidung, die man nicht sorgfältig verschlossen hat, greift es eiskalt hinein, tausend Hände zerren und Stimmen kreischen.


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(Bergtundra, S. 319)

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