13.8.07

Aktse, 7. März

...

Heute sah ich, wie aus dem Nichts der Wind entstand.

Erst war es, auf der weißen Fläche des Hügels, nur ein flüchtiger Wirbelkreis, feiner Neuschnee stob in der Höhe davon.

Dann hob von unten ein sanftes Rauschen an, murmelndes Dröhnen, Vibrieren begann und stieg über dem Wald auf: Schnee zerstiebt von den Fichten. In den Astgabeln der Birken zerplatzen einzelne Schneetuffs, Schneebrocken legen sich still auf das weiche Weiße darunter.

Dann war der Wind überall, floß als eine geschlossene Masse von Luft über das Land, aber noch sacht.

Später fuhr von den Dächern fauchend der Schnee, trieb es den losen Neuschnee von unten davon.

Der Wind hatte jetzt eine Stimme bekommen, er sang, wenn man in ihm ging, und um die Kanten der Hütten war in den Böen ein dumpf aufheulender Ton.

...

(Bergtundra, S. 312)





Keine Kommentare: